Presseberichte

PRESSE-BERICHTE

05.Juli 2011: Holzwürmer sind im Haus der Stadt jetzt Geschichte

Im Haus der Stadtgeschichte war in den vergangenen Monaten nicht nur sprichwörtlich der Wurm drin. Der kleine Schädling hat sich in den hölzernen Exponaten ordentlich ausgetobt, doch jetzt geht es ihm an den Kragen. In einem mobilen Container wird dem Wurm ordentlich eingeheizt.

Es scheint, als wolle das Haus der Stadtgeschichte umziehen. Nach und nach tragen fleißige Helfer die alten Schätze aus dem Museum und hieven sie in ein großes Fahrzeug. Doch hierbei handel es sich keineswegs um einen Umzugswagen, sondern um eine isolierte Thermokammer. In dem mobilen Container wird Schädlingen, wie Holzwürmern, der Garaus gemacht.

Im Herbst soll im Haus der Stadtgeschichte die neue Ausstellung eröffnen. Hierfür muss das eine oder andere Ausstellungsstück aber nicht nur herausgeputzt, sondern erst einmal gründlich gereinigt werden: In der isolierten Kammer werden Schädlinge und Pilze einfach abgetötet.

Weil die Exponate jahrelang im Keller lagen, konnten sich die Schädlinge dort unbemerkt durch das Holz fressen. „Der Holzbock hinterlässt richtig große Löcher im Material. An einem Tag schafft er locker fünf Zentimeter“, sagt der Mess- und Regeltechniker Herbert Hubert.

Um den Wurm unschädlich zu machen, hat der Museumsleiter Robert Badermann eine Fachfirma beauftragt. Mithilfe eines schonenden Verfahrens und ohne Einsatz von Gift werden die Ausstellungsstücke gereinigt. „Hierfür räumen wir die Exponate in den mobilen Container und lassen die Temperatur ansteigen“, erklärt Hubert die Vorgehensweise.

04.Juli 2011: Holzwurmtod in der Thermokammer

Kamen, 04.07.2011, Ulrike Faulhaber

Muffig riecht es im Kellergewölbe unter dem Stadtmuseum, und feucht ist’s. Kein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Nicht nur wegen des Geruchs, auch wegen der Enge. Die Mitarbeiter des Museums aber bezeichnen den Keller liebevoll als heilige Hallen. „Hier tauchen immer wieder Schätze auf, mit denen wir nicht rechnen“, erzählt Christian Rißmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter. Zuletzt waren es sechs Meter lange Balken, die die Inschrift „Aufgerichtet am 11. Juli 1870“ tragen und vermutlich von einem Bauernhof stammen.

Ganze Häuser in Folie

Die Balken haben die Museumsmitarbeiter bereits in die Thermokammer des Aufliegers der Lippstadter Firma IRT geschafft. Ebenso sämtliche Holzschränke, alte Holzkarren, Werkzeuge mit Holzgriff, Stühle – einfach alles, was im Keller des Museums lagert und befallen sein könnte vom Holzbock oder Holzwurm. Denn der, und hier kommen wir zurück zum muffigen Museumskeller, mag’s am liebsten, wenn es feucht ist und die Pilze wachsen.

Hier kommt nun die Fachfirma ins Spiel. IRT steht für Innovative Restaurierungstechnik. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bekämpfung von schädlichen Insekten im Denkmal- und Bautenschutz, und zwar nicht mit der chemischen Keule, sondern auf ökologisch unbedenklichem Wege. Ganze Häuser und Kirchen packt IRT in Spezialfolien ein, um sie mit Heißluft zu behandeln und dem Wurm den Garaus zu machen. Der bestehe, so Herbert, aus einem großen Teil aus Eiweiß, das durch die Hitze zersetzt werde.

Nach Kamen ist die Firma mit einem Lkw gekommen, dessen Auflieger aus einer isolierten Thermokammer besteht. In einem schonenden Verfahren werde das Holz aus dem Museum in der Kammer (Maße 7 x 2,80 x 2,40 Meter) behandelt, erzählt IRT-Techniker Hubert Herbert. Im Detail bedeutete das: Alles Holz aus dem Museum wird in den Auflieger geschafft und so aufgestapelt, dass es von allen Seiten Luft bekommt. Der Auflieger wird verriegelt, nun kann es losgehen. Über ein Bodenlüftungssystem wird die Temperatur in der Kammer von 20 auf 55 Grad hochgefahren. Fühler messen und regeln die Wärme, Kühlaggregate wiederum sorgen dafür, dass Luftfeuchte und Wärme stets konstant bleiben, damit das Holz nicht aufquillt oder reißt. „Normalerweise reicht eine einstündige Behandlung“, erklärt Herbert. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde IRT das Holz aber zehn Stunden lang behandeln. Der gesamte Kammerlauf dauere drei bis vier Tage.

Danach sind die Museumsstücke wurmfrei und können zurückkehren, nicht in den Keller, sondern in die Ausstellungsräume, denn die werden derzeit neu bestückt.

22.September 2010: In den Geräten steckte der Wurm

EZ-Kurier vom 22.09.2010

Loruper Verein erfolgreich in der Schädlingsbekämpfung

Lorup (eb) - Der Verein Hümmling Feriendorf Lorup und die Arbeitsgruppe Oldti­mer des Heimatrings Lorup haben in einer gemeinsamen Aktion über einen Zeitraum von 14 Tagen historische Kut­schen sowie landwirtschaftli­che und handwerkliche Ar­beitsgeräte vom Holzwurm­befall befreit.
Das Vorhaben wurde von der Firma IRT (Innovative Res­taurierungs Technik) aus Lippstadt unterstützt, die sich auf Denkmal- und Bauten­schutz spezialisiert hat. Dabei kam eine isolierte Thermo­kammer zum Einsatz: Bei die­sem Verfahren wird eine Tem­peratur von 52 bis 55 Grad Celsius genutzt, alle Schadin­sekten in jedem Entwicklungsstadium abzutöten. Dieses Heißluftverfahren stellt eine besonders schonende und ökologisch unbedenkliche Al­ternative der Schädlingsbe­kämpfung dar.
Die Thermokammer mit ei­nem Fassungsvermögen von rund 25 Kubikmeter wurde auf dem Bauhof der Gemeinde durch Mitglieder der Vereine im 2-Tages-Rhythmus bestückt - eine durchaus Schweiß treibende Arbeit, denn es wurden nicht nur Kutschen hineingefahren, sondern auch schweres Gerät. Dabei handelte es sich unter anderem um landwirtschaftliche Maschinen wie Korn- und Kartoffelweiher, Kornmühlen, Holzpflüge und Holzeggen, handbetriebene Häckselmaschinen und mehrere Ackerwagen, die sich auf dem Bauhof befinden und des weiteren um Hobelbänke, Bandsägen und eine Drechslereidrehbank, die zum Bestand der alten Drechslerei Grummel gehörten und nun in der Werkstatt bei Krulls Hus ausgestellt sind.
Durch die erfolgreiche Schädlingsbekämpfung ist es möglich geworden, diese historischen landwirtschaftlichen und handwerklichen Gerätschaften für die Zukunft zu erhalten.
Ein Teil der Geräte kann bereits jetzt in der Werkstatt bei Krulls Hus besichtigt werden. Für weitere langwirtschaftlichen Maschinen benötigen die Vereine eine Remise, die einen zentralen Platz bei Krulls Hus finden soll, um sie dort der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

29.Mai 2010: Hitze schnürt dem Käfer die Luft ab

Erschienen in: Münsterland Zeitung

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29.Mai 2010: Heiße Luft als Waffe gegen Larven

Erschienen in: Münsterländische Volkszeitung

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23.Januar 2010: Schädlinge schonend schachmatt gesetzt

Erschienen in: Nordwest-Zeitung

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26.September 2009: Viel heiße Luft in der Martinuskirche

Erschienen in: Grevener Anzeiger

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26.September 2009: Heißluft für den Dachstuhl

Erschienen in: Grevener Zeitung

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07.Februar 2009: Belastete Kulturgüter

Erschienen in: Der Patriot

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19.Januar 2009: Giftige Schätze: In vielen Museen lagert belastete Kunst

Erschienen in: Hamburger Abendblatt

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08.März 2008: Feinden von Haus Letmathe wird eingeheizt

Erschienen in: Westfälische Rundschau

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15.Mai 2007: 70 Grad Celsius im Inneren

Erschienen in: Böhme-Zeitung

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11.Mai 2007: Ein Saunagang für Holzwürmer

Erschienen in: Böhme-Zeitung

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17.Januar 2007: Ein Prunkstück kehrt zurück

Erschienen in: Westfalen-Blatt

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30.Oktober 2005: Sauna-Temperatur gegen Holzwürmer in der Burg

Erschienen in: Mittelbayerische Zeitung

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02.Februar 2005: Es geht auch ohne Gift: „Wir sind doch keine Kammerjäger"

Erschienen in: Donaukurier

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02.Juli 2004: Reinigung belasteter Kulturgüter - deutsch-niederländisches Expertenmeeting bei Fraunhofer UMSICHT

Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

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13.August 2001: Fast wie bei Christo

Autor: Oliver Fok, Kunststätte Bossard

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06.März 2001: Bei dieser Technik bleibt der Hausbock chancenlos

Erschienen in: Immobilien Markt im Kreis Güsterloh

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01.Juni 2000: Innovative Bekämpfungsmaßnahme gegen den Gewöhnlichen Nagekäfer mit CO2 am Chorgestühl der Klosterkirche in Osek / Tschechische Republik

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Reiner Klopfer; Sachverständiger für Holzschutz

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27.Juni 1998: Jagd auf Holzwurm in der Kirche

Erschienen in: Barmstedter Zeitung

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