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FEINDEN VON HAUS LETMATHE WIRD EINGEHEIZT

Stadt bekämpft „Gescheckten Nagekäfer"

Letmathe, (rau) Haus Letmathe hat nicht nur Förderer, sondern auch heimtückische Feinde. Seit Generationen arbeiten sie subversiv am der ir.ncrtu Zcr Störung des Baudenkmais. Doch jetzt hat die Stadt dem „Geheimbund Gescheckter Nagekäfer" den Kampf angesagt.

 

Das Insekt und seine Larven haben über die Jahrzehnte einen Großteil der Balken und Bohlen des historischen Gebäudes angefressen. Zum Teil sogar pulverisiert, wie die Untersuchung durch Experten ergab. Architektin Gabriele Schumacher verdeutlicht das Ausmaß der Zerstörung, indem sie mit dem Finger Holzmehl aus einem Balken kratzt. Bei der Sanierung des Bücherei- und Museums- Domizils mussten bereits als zusätzliche Stützen neue Eichenbalken und Mauern eingezogen werden. Nur in zwei Räumen bleiben die alten Dielen erhalten, die anderen Räume bekommen neue Fußböden.
Der am schlimmsten zerfressene Stützbalken soll später im sanierten Museum ausgestellt werden. Als eine Art Mahnmai für das schändliche Werk der fresswüligen Käfer, denen es jetzt an den Kragen geht. „Wir machen ihnen den Garaus", verkündet Gabriele Schumacher. Und zwar mit heißer Luft. Die kann tödlich sein. Für den Nagekäfer sogar garantiert. „Wir müssen nur Balken und Bohlen auf 55 Grad erwärmen", sagt die Architektin. Das übernimmt die Firma IRT aus Lippstadt. Sie wird in den nächsten drei Wochen große Röhren ins Haus legen und - Raum für Raum -den Schädlingen einheizen. Auch einige Museumsschrän-ke werden vorsorglich „nagekäferschutzerhitzt".
Jetzt rettet die Feinde von Haus Letmathe nichts mehr. Es sei denn sie stehen auf der Roten Liste. Ansonsten kann man ihnen nur raten: Zieht euch warm an! Dann gehts schneller.