Presse

BEI DIESER TECHNIK BLEIBT DER HAUSBOCK CHANCENLOS

SPEZIALFIRMA VERTREIBT TIERISCHE SCHADINSEKTEN

BEI DIESER TECHNIK BLEIBT DER HAUSBOCK CHANCENLOS

Dieser Gast ist nicht nur unerwünscht; wenn er zu lange bleibt, wird es teuer und womöglich gefährlich. Die Rede ist vom Hausbock. Der Käfer frisst sich mit Vorliebe durch das Holz des Dachstuhls. Ihn zu vertreiben, war für den Hausbesitzer bislang ein mittelschweres Problem. Das hat Christoph Diers erkannt und darauf reagiert. Mit ganz neuen Methoden vertreibt er die tierischen Schadinsekten.

 

Der Name seiner Firma IRT - Innovative Restaurierungs-Technik - ist Programm. „Wir sind keine Kammerjäger“, betont der gebürtige Lippstädter, der auch dort seinen Firmensitz hat, „wir betreiben moderne Mess- und Regeltechnik.“ Und, ganz wichtig: Gift kommt nicht zum Einsatz. Das zu wissen, ist für seine Kunden eine große Erleichterung: Der Weg vom Dachstuhl bis ins Kinderzimmer ist oft nicht weit.
Laienhaft formuliert: Heißluft tötet tierische Schädlinge. Das ist nicht neu und wird seit Jahrzehnten praktiziert. Diers dagegen geht andere Wege, abgestimmt unter anderem mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster. Statt wie früher Einblastemperaturen von 120 bis 140 Grad benötigt er nur 70 bis 100 Grad. Moderne Technik regelt die Feuchtigkeit der behandelten Objekte, so dass keine Risse oder Verwerfungen entstehen. Ein weit verzweigtes Rohrsystem sorgt für die exakte Luftverteilung. Da dies alles sehr vorsichtig und kontrolliert geschieht, dauert die
Behandlung zwar länger, ist aber wesentlich schonender. „Für den Dachstuhl eines normalen Einfamilienhauses brauchen wir gut einen Tag“, meint Diers. Auf diese Weise lässt sich nicht nur dem Hausbock, sondern auch dem Hausschwamm und allem, was das Holz angreift, der Garaus machen. Die Firma IRT hat aber noch einiges mehr zu bieten - die thermisch geregelte Behandlung von Möbeln zum Beispiel, um dem Holzwurm zu Leibe zu rücken.  Überhaupt nimmt sich Christoph Diers alles vor, was tierischen Schadinsekten zum Opfer fallen kann: „Wir hatten schon eine Sammlung von Indianermasken, eine Bibel aus dem 14. Jahrhundert, eine Mumie und und und.“ Und wenn die Hitze einem hohen Kulturgut zu sehr zusetzen würde, setzt er CO2, also Kohlendioxid ein. Die Kunststätte  Bossard in Jesteburg bei Hamburg zum Beispiel wurde zunächst komplett gasdicht eingepackt (2.000 Kubikmeter), anschließend kam 27 Tage lang exakt 30 Grad warmes Kohlendioxid in das Gebäude. Das Gas verdrängt den  lebensnotwendigen Sauerstoff und tötet sämtliche Schadinsekten ab. Und das eingepackte Haus sieht aus wie bei
Christo - nur ist es in diesem Fall keine Kunstaktion. Die IRT-Referenzliste ist lang, sie reicht vom Museum Ludwig in

Köln über das Franz-Lehar-Museum in Bad Ischl bis hin zu den Staatlichen Schlössern und Gärten in München. Aber auch hier in der Gegend war Diers schon helfend tätig: zum Beispiel im Gütersloher Stadtmuseum an der Kökerstraße.

Stefan Lind 
Quelle: Immobilien Markt im Kreis Gütersloh, Ausgabe 6, März/2001,
mit freundlicher Genehmigung des Autors.